Prager Burschenschaft Arminia
zu Bochum

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Unsere Geschichte

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denkmal
Das Ende der napoleonischen Fremdherrschaft auf deutschem Gebiet stellt den Anfang der burschenschaftlichen Geschichte dar. Es bot sich zum ersten Mal eine echte Chance, einen Deutschen Einheitsstaat mit demokratischen Strukturen zu schaffen. Diese vor allem in studentischen Kreisen geregte Hoffnung sollte jedoch durch die Entscheidung des Wiener Kongresses für einen Deutschen (Staaten-) Bund jäh zerstört werden.

Aus der Enttäuschung wuchs allerdings schnell die Idee, dass nur das gemeinsame Eintreten für den Nationalstaat sinnvoll sei. Am 12. Juni 1815 schlossen sich in Jena, die bis dahin existierenden landsmannschaftlich geprägten Verbindungen, vor dem Gasthof "Grüne Tanne" zu einer Burschenschaft zusammen. Heute wird diese Burschenschaft als Urburschenschaft bezeichnet, da es die erste Gründung einer Burschenschaft in Deutschland war. Alsbald folgten aber auch Gründungen in Würzburg, Halle, Leipzig, Göttingen und Prag. Als Wahlspruch wählte sich die junge Burschenschaft die Losung "Ehre-Freiheit-Vaterland". Als äußeres Zeichen wählte man die Farben Schwarz-Rot-Gold in Anlehnung an die Uniformfarben der studentischen Freicorps, die in den Befreiungskriegen gegen die napoleonischen Truppen gekämpft hatten. Somit stellt der 12. Juni 1815 nicht nur die Geburtsstunde eines der größten akademischen Verbände dar, sondern auch die Geburtsstunde der deutschen Nationalfarben. Von Jenaer und Leipziger Burschenschaften war der burschenschaftliche Gedanke 1818 nach Prag getragen worden. Die Prager Burschenschaft Arminia gründete sich am 23. November 1879 in Prag und 1895 wurde der Altherrenverband der Arminia gegründet. So ist es nicht verwunderlich, daß die ersten Kontakte der Arminia zu Burschenschaften im damaligen Deutschen Reich mit Germania Tübingen, Teutonia Jena, Germania Erlangen bestanden. Mit Germania Erlangen und Germania Tübingen besteht bis zum heutigen Tag eine intensive Freundschaft. Für die damalige Zeit war es beispielhaft, als bereits 1913 der Bierkomment bzw. der Trinkzwang abgeschafft wurde. Unmittelbar nach der Zerschlagung der Resttschechei wurde die Prager Burschenschaft durch die Nazis verboten.fahnen
Die Burschenschaften im Deutschen Reich wurden schon sehr viel früher verboten. Nach der gewaltsamen Vertreibung der Bundesbrüder und ihrer Familien aus dem Sudetenland fand bereits 1948 das erste Treffen der Arminen in Regensburg statt. Durch die Unterstützung unserer Erlanger Bundesbrüder konnten wir bereits 1949 den eigenen Bund neu gründen und 1952 einen selbstständigen Betrieb in München eröffnen. 1964 wechselten wir an die Ruhr Universität nach Bochum und bauten hier unser neues Haus, das Carl Schurz Haus in der Markstrasse. Hier feierten wir auch 2004 unser 125. Stiftungsfest. Unsere Geschichte war immer sehr bewegt und ist es heute noch, unser Lebensbund und unsere starke Gemeinschaft hat sich stets bewährt und die Bundesbrüderlichkeit wird auch in Zukunft tragende Säule unseres Bundes sein.

 

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